Müller DRINK und du an deiner Uni

Müller DRINK ruft zum großen Fotowettbewerb auf. Du kannst Preise im Gesamtwert von EUR 2.500 gewinnen. Müller will wissen wo du mit deienn Müller DRINK überall unterwegs bist. Dabei wird (selbstverständlich) im besonderen Maße auf die Kreativität deiner Idee wertgelegt. Es gib meiner Ansicht nach einen besonderes hübschen Retrokühlschrank von Bosch zu gewinnen neben etlichen Minikühlschränken für das abendlich Bierchen (oder Müller DRINK)

Zum Teilnahmeschluss am 30. Oktober 2007 ist zwar die Hauptsaison für Kühlschränke schon vorbei, aber vielleicht habt ihr ja trotzdem Interesse. Mailt euer Foto an redaktion@unicompact.de

Retail Branding - Ich glaube, also kaufe ich

Den Weg aus der Preissschlachthölle im Handel verheißt ein Branding, das auf Sozialwerte und Gemeinschaft bei den Konsumenten setzt. Doch diese sind kritisch und finden nur den ehrlich, der auch hält was er verspricht.

80% der befragten Schweden vertrauen Ikea doch nur 46% der Kirche. Als Gott diese Nachricht las rief er den Propheten Daniel aus der Löwengrube zu sich und sagte: "Daniel es hilft nichts. Geh und schau nach, wie es Retailbranding schafft, dass Menschen den Marken vertrauen!

Das Erste was er sah, als er seinen Fuss auf die 5th Avenue in New York setzte war ein transparentes Monumentalkubus, aus dessen Mitte ein schwebender Apfel erstrahlte. Einer, der nicht wie die Pyramiden auf ägyptischen Pharaonengräbern eine prunkvolle Grabkammer markierte, sondern den im Mai 2006 eröffneten Undergroundstore des Computerherstellers Apple. Appleianer sind wohl die bekannteste Konsumsekte der Neuzeit, folgerte Daniel...
Quelle: Marken 2007, S. 16

Second Life - Markenanbieter enttäuschen

Insgesamt 72% der Second Life User zeigten sich enttäuscht von den Aktivitäten der Unternehmen in der virtuellen Welt. Mehr als ein Drittel waren die Markenangebote nicht bekannt und 42% halten die Aktivitäten lediglich für einen kurzweiligen Trend ohne ein dauerhaftes Engagement der Unternehmen. Lediglich 7% sehen einen positiven Einfluss auf das Image der Marken und ihr zukünftiges Kaufverhalten.

„Die Enttäuschung kam nicht sonderlich überraschend“, sagte Dr. Nils Andres, Geschäftsführer von Komjuniti. „Der mediale Hype um Second Life in den traditionellen Medien führt zu überhöhten Erwartungen, die die Technik und beteiligten Unternehmen derzeit überhaupt nicht erfüllen können.“

Dennoch sind gravierende Mängel bei der Betreuung von Second Life Usern identifiziert worden. So berichteten die Teilnehmern, dass mehr Interaktion zwischen ihnen und den vertretenden Marken wünschenswert wäre. Gerade der Schutz durch die Anonymität ihrer Persönlichkeit in Second Life führt bei den Avataren zu einer bisher unbekannten Offenheit und einem Verlangen nach einem intensiven Austausch und Mitwirkung. Des Weiteren wirken einige Markenstandorte in Second Life zeitweise wie ausgestorben und hinterlassen bei den Usern so den Eindruck mangelnden Interesses anderer Avatare an den Leistungen der Unternehmen. Auch hohe kumulierte Besucherzahlen der Standorte konnten diesen Eindruck bei den befragten Teilnehmern nicht abmildern.
Quelle: Komjuniti Studie

LVB - Ein Spatz fährt auf dem Dach

Ein Spatz fährt auf dem Dach einer Straßenbahn von einer Haltestelle zur nächsten. Allerdings ist es selbst für einen so kleinen Vogel nicht so einfach, sich dem starken Fahrtwind in Straßenkurven zu widersetzen...



Der Spot wurde im Leipziger Regionalfernsehen ausgestrahlt und zeigt auf amüsante Weise die Konsequenzen des Schwarzfahrens.

Interaktion - Außenwerbung wird digital

Die Außenwerbung profitiert zunehmend von der direkten Interaktion mit den Zielgruppen. Mit Bluetooth werden Passanten über ihr Handy angesprochen. Für Unternehmen liegen die Vorteile der neuen Technologie auf der Hand: flexible Einsatzmöglichkeit, hohe Reichweiten und die Fähigkeit, Daten für multimediale Anwendungen zu übertragen.

Zum 100-jährigen Geburtstag von Persil baute die Wall AG Buss und Straßenbahnhaltestellen in Berlin und Düsseldorf zu Erlebnis-Haltestellen um.

Auf Terminals hat Henkel beispielsweise das Urban Screen Package gebucht. Dies beinhaltet den Persil Vollbild Werbespot, Sky Scraper, Pop-Up und die Verlinkung auf die Persil Homepage, auf der der User zu einem Gewinnspiel eingeladen wird.

Der Clou: An einem Standort am Kudamm konnten die Passanten Persil sehen, hören und riechen. "Zum ersten Mal haben wir Duftzerstäuber an City-Light-Vitrinen eingesetzt", erklärte Stephan von Werde, Verkaufsleiter bei der Wall AG.
Quelle: Wall AG

Markenpiraten - Laufsteg zu mehr Schadensersatz

Stark betroffen von Marken-Rechtsverletzungen sind Hersteller von Design- und Luxusprodukten, die viel Geld in die Entwicklung und Vermarktung ihrer Produkte investieren. Sie müssen zusehen, wie Händler meist ohne Konsequenzen originalgetreue Kopien ihrer Ware zu Schleuderpreisen vertreiben.

Im Fall des "Catwalk"-Urteils klagte der Uhrenhersteller Baume & Mercier gegen ein Versandhaus, das in Katalog Kopien der Damenluxusuhr "Catwalk" für 39,95 Mark anbot. Zwar wurden nur ca. 160 Uhren verkauft, aber der BGH entschied, dass mit der Katalogwerbung dem Ansehen und Prestige des Produktes geschadet werden würde. Dies sei unabhängig vom eigentlichen Vertrieb der Nachahmung. Dementsprechend bewilligte das Gericht dem geschädigten Hersteller eine einmalige Pauschalentschädigung für den Prestigeverlust.

Der zentrale Aspekt dieses Urteils stellt sich so dar, dass der Schadensersatz nicht mehr aus der Perspektive des Nachahmers, sondern aus der des Nachgeahmten kalkuliert wird. Somit ergeben sich drei Berechnungsvarianten:
A) Der Ersatz für konkret erlittene Einbußen, mit dem Nachteil, dass der erlittene Schaden schwer messbar ist.
B) Die Herausgabe des Gewinns, den der Nachahmer mit den nachgeahmten Produkten generiert hat. Da die absolute Höhe meist schwer nachgeprüft werden kann, ist die konkrete Höhe ist streitträchtig und ein Risikofaktor im Prozess.
C) Bei der Lizenzanalogie wird unterstellt, dass zwischen dem Nachahmer und dem Geschädigten ein Vertrag zu üblichen Konditionen geschlossen wurde. Insbesondere Unternehmen die ihre Waren in der Massenkommunikation vorfinden (Ebay, Katalogen) können nach dem BGH-Urteil mit höheren Entschädigungen rechnen, da jede einzelne Abbildung des Plagiats als Verstoß gewertet wird. Der Schutzrechtinhaber kann möglicherweise das Hundertfache des Betrages erhalten, der als Quasi-Lizenzvertrag für den Verkauf der Fälschungen gefordert werden kann.

Im Zuge des "Catwalk"-Urteils werden die Opfer besser gestellt, weil der bisher abzuschöpfende Gewinn von billigen Nachahmungen den Prestigeverlust nicht ansatzweise kompensieren konnte.
Quelle: Urteil des BGH vom 23.6.2005, I ZR 263/02

Markenwertmanagement - Studie von Wirtz & Klein-Bölting

Unternehmen schätzen, dass der Markenwert rund 30% des Unternehmenswertes ausmacht. Dieser Anteil soll in den nächsten Jahren sogar um über 20% steigen. Vor diesem Hintergrund sind Markenwertmanagement und Markenbewertung ein Top-Management Thema. Wirtz (HFV Speyer) und Klein-Bölting (BBDO) haben diesbezüglich eine Befragung von 32 Dax-/MDax-Unternehmen druchgeführt. Dabei wurden die Gründe, Problemfelder und Markenwerttreiber untersucht. Ich möchte lediglich den letzten Aspekt herausgreifen und die Top Markenwerttreiber darstellen.
(n=32, Nennung "wichtig" oder "sehr wichtig"

Platz 1: 93,6% (jeweils) - Markenimage; Markentreue & - loyalität

Platz 3: 90,3% - Markenbekanntheit

Platz 4: 80,6% - Durchsetzbares Preispremium

Platz 5: 76,6% - Etabliertheit der Marke

Platz 6: 74,2% - Marktanteil

Was mich bei der Auflistung verwundert, ist, dass es Treiber wie Gewinn- und Umsatzentwicklung nicht unter die Top 6 der Treiber geschafft haben.
Quelle: Absatzwirtschaft 4/2007, S. 46ff.

Innovation - Reißverschluss in der Zeitungsseite

Ein neues Produktionsverfahren mach es möglich, dass eine Zeitungsseite perforiert werden kann. Mit dem „Reißverschluss, vertikal integriert, bietet die „Main-Post“ Anzeigenkunden damit jetzt Möglichkeiten Coupon-Aktionen oder Gewinnspiele in der Zeitungsseite zu integrieren und gleichzeitig abtrennbar zu machen.
Hier gehts zum Zip'n'Buy Spot

Bom Chicka Wah Wah - AXE

Marketing Controlling - Mehr Erfolg mit der Scorecard

Fujitsu Siemens Computers hat sich lande über ein geeignetes Mess- und Steuerungsinstrument für seine Marketing-Aktivitäten nachgedacht. Die Wahl fiel schließlich auf die Balanced Scorecard. Auszugsweise werden im Folgenden die verschiedenen Dimensionen der BSC dargestellt und wie diese mit Hilfe von KPIs quantifiziert und schließlich operationalisiert werden.

Dimension – KPI
(Operationalisierung)

Business Result I – Umsatzbasierter ROMI pro Markenkampagne
(Marketingbudget-Ausgaben [ex post]/ erzielter Umsatz)

Business Result II – Margenbasierter ROMI pro Markenkampagne (Marketingbudget-Ausgaben [ex post]/ erzielte Marge)

Process Improvement – Effizienz in der Umsetzung der Markenkampagne
(Benötigte Zeit in Wochen von der zentralen Planungserteilung bis zur lokalen Umsetzung im Land)

Quelle: Marken 2007, S. 164f

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Mein persönlicher Kommentar: Mit diesen KPIs hat SFC nun wahrlich das Rad nicht neu erfunden. Ich frage mich ernsthaft, wieso mit einem solchen Artikel das Marken-Magazin über 2 Seiten aufgefüllt wird.

Plakate im Web

Über 15000 Plakatmotive die seit 2000 in den wichtigsten Kampagnen der deutschen Außenwerbung zu sehen waren, sind ab sofort online abrufbar. Zurückliegende Jahrgänge werde sukzessive ergänzt. Das Beste an diesem neuen Angebot der Ströer-Gruppe ist, das dieser Service kostenfrei zugänglich ist. Klick: Ströer-Motivdatenbank

Vergleichende Werbung

In der vergangenen Woche habe ich mich sehr über eine Mail bzgl. vergleichender Werbung gefreut. In der Kampagne haben sich vier Automobilhersteller gegenseitig versucht auszustechen. In Deutschland ist vergleichende Werbung seit über zehn Jahren erlaubt. Legendäre „Werbeschlachten“ wie Pepsi vs. Cola in den USA sucht man hierzulande jedoch vergeblich. Dennoch entwickelt sich in Deutschland langsam eine „Streitkultur“ durch mediale Schlagabtausche z. B. Mercedes vs. BMW oder Sixt vs. Europcar.

Unsicherheit über die rechtlichen Regelungen (schwammige Gesetzeslage siehe unten), das Risiko möglicher negativer Reaktionen der Konsumenten/Konkurrenz (sieht oben) und die Gefahr Aufmerksamkeit auf das Konkurrenzprodukt zu lenken führen zu großer Zurückhaltung beim Einsatz vergleichender Werbung. Dies ist äußerst bedauerlich, da US Werbewirkungsforscher vergleichender Werbung oftmals eine deutliche höhere Werbeeffizienz (Awareness, Einstellung und Kaufabsicht) zuschreiben als konventioneller Werbung. Dabei ist der Einsatz eines Vergleiches besonders geeignet, wenn das beworbene Produkt ein High- oder Medium-Involvementprodukt ist; eine kognitive Informationsverarbeitung der Produkt-/Werbeinformation vorliegt und es sich um ein neues oder unbekanntes Produkt handelt. Eine sehr sinnvolle Kombination ist die Verwendung vergleichender Werbung mir Testergbnissen und/oder zahlenbasierten Informationen, um eine ehrliche, glaubhafte und für den Konsumenten nachvollziehbare Argumentation zu erhalten

Bei der Betrachtung von vergleichender Werbung fällt zudem auf, dass oftmals das Gestaltungsmittel „Humor“ Anwendung findet. Humor wird in der Werbegestaltung eingesetzt um die Aktivierung der Konsumenten zu erhöhen sowie das Verstehen der Werbebotschaft und die Glaubwürdigkeit des Senders zu erhöhen. Gleichzeitig wird mit durch den Einsatz von Humor versucht, einer möglichen negativen Reaktion der Konsumenten auf den Werbevergleich entgegenzuwirken.

Es bleibt meiner Ansicht nach zu hoffen, dass in der deutschen Wirtschaft die Bereitschaft steigt die direkte Konfrontation mit dem Konkurrenten zu suchen. Dies wäre zum einen für die werbenden Unternehmen sinnvoll, da ihr Marketingbudget effizienter verwendet wir. Zum anderen profitieren die Konsumenten, indem sie nicht mehr mit lammfrommen Werbeblöcken gelangweilt werden, sondern etwas mehr „Farbe“ (Humor) in die Botschaften kommt.
Quelle: Absatzwirtschaft 7/2006, Höchste Werbeeffizienz mit vergleichender Werbung

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Rechtliche Rahmenbedingungen laut §2 UWG:
Vergleichende Werbung muss sich objektiv auf wesentliche, relevante, nachprüfbare Eigenschaften beziehen.
Mitbewerber dürfen nicht in unlauterer Weise ausgenutzt oder benachteiligt werden
Mitbewerber dürfen nicht verunglimpft oder herabgesetzt werden.

Public Relations – Was können wir noch glauben? (3.)

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) wird mit jährlich 10 Mio. EUR von Verband Gesamtmetall finanziert und kooperiert mit Financial Times Deutschland (Ökonomie: Klassiker kompakt), WirtschaftsWoche (Reformbarometer, Subventionsrechner), FAZ Sonntag (Blockierer & Reformer des Jahres) Zeit, Handelsblatt Focus, Hörzu Neue Westfälische, Schweriner Volkszeitung und Fuldaer Zeitung. Ziel: Die Bedeutung von Eigenverantwortung und Marktmechanismen als Lösungsinstrument sollen aufgewertet werden.
Quelle: „Beraten und Verkauft“ 2006, T. Leif

Die zuvor diskutierten Inhalte von Salamander stammen wahrscheinlich auch von PR Agenturen. Ich kann mir sonst nicht erklären warum die Wirtschaftswoche innerhalb von 7 Monaten zweimal ein Unternehmen derart in den Himmel lobt.

Kermit goes BMW

Globalisierung - Werbung als Missverständnis (4.)

Ein paar Quickies:
Nestlé: Portugiesisch „N’es café“ = Das ist nicht Kaffee
Fiat: Finnisch „Uno“ = Trottel

Ford: „Nova“ bedeutet in Mittelamerika = Geht nicht

Notiz eines absurden Wettrüstens: Die deutsche Messebranche!

Zwischen Rhein und Oder investieren deutsche Messegesellschaften insgesamt 1,5 Mrd. Euro an Steuergeldern in ein beispielloses Aufrüsten der Infrastruktur. Das absurdeste Projekt ist dabei der Neubau der Stuttgarter Messe für 806 Mio. Euro, obwohl der Markt längst übersättigt ist. Zwischen 2001 und 2006 stieg die Hallenfläche laut AUMA um 8%, bis 2009 wächst diese um weitere 3% (aktuelle Projekte). Der Zuwachs entspricht 85 000 Quadratmetern und damit einem Gelände, das es in die aktuellen Top Ten der deutschen Gelände schaffen würde. Im Kontrast hierzu steht die Geschäftstätigkeit der Messegesellschaften. Im Kontrast dazu steht, dass die zwölf größten Messplätze zwischen 2000 und 2004 bei den wichtigen überregionalen Messen (Umwegretabilitätsargument) 11% weniger Fläche vermieteten. Auf 20% wird die Überkapazität geschätzt und ein Drittel der Fläche wird dauerhaft ungenutzt bleiben. Experten vermuten das Flughafen-Prinzip: Jede Region will einen haben, weil die Nachbargemeinde auch einen hat und weil sie angeblich Arbeitsplätze schaffen. Das System „Messe Deutschland“ im wahrsten Sinne des Wortes problematisch.
Quellen: Stern 42/2006, S. 260ff.

Off the beaten track - Web-Einträge selbst prüfen

Mut zum Selbsttest: Wer erfahren möchte, was andere über ihn im Zuge von Web 2.0 veröffentlichen. Bei der Ego-Recherche sollte man sich aber nicht nur auf die gebräuchlichsten Suchmaschinen konzentrieren, sondern insbesondere die Dienste von Web-Spezialisten in Anspruch nehmen. Die umfangreichsten Ergebnisse liefern zurzeit technorati.com, feedster.com oder blogpulse.com. Das Selbstbildnis im Internet können ebenso zoominfo.com oder stalkerati.com vervollständigen.

Public Relations – Was können wir noch glauben? (2.)

Wenn Werbung die Marke Nike bekannt macht, sorgt die PR-Begleitung für ein gutes Gefühl beim Verbraucher. PR sorgt dafür, dass Nike durch den Verkauf von Plastikarmbändchen gegen Rassismus auf einmal als menschenfreundlich dasteht. Simultan schluckten Arbeiter in asiatischen Nike-Zulieferfabriken noch 2003 Aufputschmittel, um länger arbeiten zu können. Quelle: Spiegel 31/2006

Globalisierung - Werbung als Missverständnis (3.)

Die Franzosen konnten auch über Unilever und Toyota lachen. Der Konsumgüterhersteller bracht die Waschmittelmarke „Omi“ auf den Markt. Da Franzosen das H verschlucken, wird „homo“ ebenfalls „omo“ ausgesprochen. Der japanische Autokonzern sorgte mit dem Sportflitzer „MR 2“ für Heiterkeit, weil die Abkürzung bei französischer Aussprache wie „merde“ (Schei..) klingt.

In Italien griff der Pharmakonzern Merck mit dem Schlafmittel „Phanodorm“ daneben. Die Italiener verstanden „fa no dorm“ und das heißt: lässt dich nicht schlafen.

Ron Hammer goes Hornbach

Mao – Lehren für das Marketing

Wer die politische Seite Mao Tse-tung als millionenfacher Schlächter beiseite schiebt, erkennt ihn in seinen Schriften als eigentlichen „Erfinder“ des Guerillakrieges. Viele der beschriebenen Aspekte können auf das heutige Marketing adaptiert werden.

Die drei Prinzipien des Guerillakrieges lauten:

Das Volk für sich gewinnen…
Wer im Volk (dem potenziellen Kunden) beheimatet sein will, braucht klare Ideologien. Was bei Mao die Propagierung einer gerechten Zukunft war, muss im heutigen Wirtschaftsumfeld eine Produktstory sein. Ohne eine individuelle Geschichte ist ein Produkt substituierbar und hat langfristig keine Chance.

…den Feind schwächen…
Allein durch seine Existenz untergräbt der Guerilla den mächtigen Gegner. „The guerilla wins, if he does not lose, the conventional army loses, if it does not win“ (Kissinger). So erobern konventionelle Krieger Boden und konventionelle Marketer Marktanteile. Dem Guerilla bedeutet Boden jedoch nichts! Eine Preisaktion, mit der sich der Boden am schnellsten gewinnen lässt, ist eine Söldnerarmee. Der gewonnene Marktanteil ist langfristig wertlos.

…und am Leben bleiben!
Der Guerillakrieg ist ein Bewegungskrieg. So muss gekämpft werden wenn gewonnen werden kann. Ist dieses nicht möglich muss marschiert werden. Es ist nicht die Feigheit vor dem Feind. Der Guerilla behält sich die Möglichkeit vor, zu einem späteren Zeitpunkt und an einem geeigneten Ort zuzuschlagen. Loslassen ist eine Eigenschaft, die heute viele Marketing-Manager nicht mehr beherrschen.

Schon Marx und Engels nutzten Guerilla-Marketing für sich. Als keine deutsche Zeitung ihr Buch „Das Kapital“ veröffentlichen wollte, schrieben beide unter Pseudonymen erboste Leserbriefe an große Zeitungen, in denen sie sich entsetzt über das Gedankengut in diesem Buch äußerten. Die Redakteure stimmten der Kritik zu und verrissen das Buch in ihren Kolumnen. Das Buch war umgehend im Gespräch – der Rest ist Historie!
Quelle: Absatzwirtschaft 7/2006, S.30 ff.

Globalisierung - Werbung als Missverständnis (2.)

Colgate Palmolive sprang in mit der Einführung von der Zahnpaste „Cue“ auf dem französischen Markt in ein Fettnäpfchen. Den Namen trägt auch ein französisches Pronomagazin.

Public Relations – Was können wir noch glauben?

Im Januar 2006 berichtete "Brand Eins" im Artikel "Vom Ausbeuter zum Vorbild" über Chiquita. Doch laut eines Human Rights Watch Bericht stellt sich die Realität anders da: Kinder arbeiteten auf den Plantagen unter dem Sprühdunst von Pilzbekämpfungsmittel und Bananenarbeiter legten wegen Chiquita Lohnzahlungsverweigerung ihre Arbeit nieder. Man habe aufwendig recherchiert, "aber selbst das Böse kann sich ändern", rechtfertigt Chefredakteurin Gabriele Fischer die Lücken im Artikel. Cornelia Kunze hat die Story jedenfalls gefallen. Kunze ist Deutschland-Chefin von Edelman, der größten „unabhängigen“ PR-Agentur der Welt. Chiquita ist ihr Kunde!
Mindestens 40 Prozent der Informationen einer Tageszeitung stammen bereits von PR-Agenturen oder Marketingabteilungen. Statt Propaganda aufzudecken, sind Medien der Kanal für Propaganda geworden. Die strategische Konspiration der PR-Profis lautet: Geschichten in Medien schleusen, Ereignisse inszenieren, Interviews platzieren, positive Berichterstattung erzeugen - das kann Werbung nicht! PR-Profis sind Wahrnehmungsmanager. Sie testen, wie elastisch Wahrheit sein kann! Wenn man die Psyche einer entscheidenden Gruppe innerhalb des Volkes verstehe, dann sei es möglich, die Masse zu kontrollieren und zu lenken, ohne dass sie etwas davon merkt.
Quelle: Human Rights Watch April 2002

Salamander – Luchi wird jetzt „posh“!

Im März 2005 übernahm die Hongkonger EganaGoldpfeil-Gruppe den maroden Schuhfilialisten Salamander. Lifestylekonzerns will aus Salamander eine edle Dachmarke machen. Vorbild für die Salamander-Kette von morgen ist die Parfümerie-Kette Douglas, die in ihren Filialen erfolgreich ganz verschiedene Marken nebeneinander anbietet – preiswerte ebenso wie teure. Die Salamander-Geschäfte sollen künftig nicht nur Schuhe der Marke Salamander oder Sioux präsentieren, sondern auch andere Egana-Goldpfeil-Marken wie Comtesse, Goldpfeil (Ledertaschen) oder Joop (Parfüm). Dieser Imagewandel ist mit einer Neupositionierung der Stammmarke verbunden. Kosteten Salamander-Schuhe früher in der Regel zwischen 50 und 100 Euro, soll der Preis im Kernsegment künftig zwischen 60 und 140 Euro liegen. Zudem ist das Sortiment in den neuen Filialen nicht mehr wie im klassischen Schuhgeschäft nach Größen gegliedert, sondern nach Markenwelten. „Wenn es gelingt die Geschäfte höher zu positionieren wird die Sanierung funktionieren“ sagt Ralf Niederquell Chef der auf Mode und Lederwaren spezialisierten Unternehmensberatung Niederquell.
Quellen: Wirtschaftswoche 4/2006 und 32/2006

Globalisierung - Werbung als Missverständnis

Mit den Tücken der Globalisierung müssen Unternehmen nicht nur in Bezug auf ihre Produktionsprozesse kämpfen. Viele Unternehmen rätselten in der Vergangenheit auch darüber, warum in manchen Ländern niemand ihre Produkte kaufte. Dabei hätten sich die Firmen bloß etwas mit dem Land zu beschäftigen brauchen, in dem sie ihre Ware unters Volk bringen wollten. Einige Paradebeispiele:

Mitsubushi brachte in Spanien den Geländewagen „Pajero“ auf den Markt. Dies ist jedoch ein Schimpfwort und bedeutet, dass jemand gerne masturbiert. Heute heißt der Wagen „Montero“.